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Editorial Der Faschismus gehört zur Vergangenheit und leider auch zur Gegenwart – nicht nur in Europa. In den 20er- und 30er- Jahren des vorigen Jahrhunderts kamen allen voran in Italien und Deutschland faschistische und nationalsozialistische Diktatoren an die Macht. Ihre Gräueltaten und der systematische Massenmord in den Konzentrationslagern, welcher Millionen von Menschen das Leben kostete, werfen Ihre dunklen Schatten bis in die Gegenwart.Als ob die Geschichte nichts gelehrt hätte, treten auch heutzutage wieder vermehrt faschistische und neonazistische Organisationen und Parteien an die Öffentlichkeit. Ihre Ziele und Programme weisen oftmals erschaudernde Ähnlichkeiten mit jenen der Faschisten der 20er/30er- Jahre auf. Latenter Antisemitismus und Rassismus finden weiterhin in allen Gesellschaftsschichten Anklang und werden immer stärker auch öffentlich zelebriert. Nur der Gipfel dieser Entwicklung ist das immer dreistere Auftreten rechtsextremer Gruppen in der Öffentlichkeit, wie zum Beispiel am 1.August der letzten Jahre in der Schweiz. Immer öfter kommt es zu Übergriffen auf AusländerInnen, anders Denkende und sonstige nicht konforme Menschen. Populistische PolitikerInnen schaffen mit offenen nationalistischen und rassistischen Aussagen in ganz Europa neue Feindbilder und finden Anklang, wenn sie Xenophobie schüren. Mit der Themenausstellung „Brennpunkt Faschismus“ wollen die AusstellungsmacherInnen einen Beitrag zur Diskussion bieten. Mit diversen Themenplakaten wird die Thematik erfasst. Einerseits wird die Entwicklung der 20er/30er – Jahre in Deutschland, Italien und der Schweiz beleuchtet und die Struktur der faschistischen Staaten und Organisationen unter die Lupe genommen. Andererseits wird auch die Brücke in die Gegenwart geschlagen und ein Bild der momentanen Schweizer Situation vermittelt. Als nicht unwesentlicher Punkt gehören auch der Widerstand gegen den Faschismus und der Antifaschismus in die Thematik.
Bern, 24. Mai 2006
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